Michel Bergmann "Mameleben"
Donnerstag, 16. März 2023, 20 Uhr
Michel Bergmann
"Mameleben"
Autorenlesung
Eintritt: 15 € / Schüler 10 €
Einlass: ab 19.20 Uhr
Foto: Bogenberger Autorenfotos (Diogenes)
Michel Bergmann wurde 1945 als Kind internierter jüdischer Flüchtlinge in Basel geboren. Seine frühe Kindheit verbrachte er in Paris, seine Jugend in Frankfurt am Main. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung bei der Frankfurter Rundschau, der Tätigkeiten als Journalist, Regisseur und Produzent folgten. Seit 1980 verfasste er auch Drehbücher, u.a. „Otto, der Katastrophenfilm“.
2010 erschien sein tragikomischer Debütroman „Die Teilacher“, mit dem er im Rahmen der Schaumburg-Variationen zu Gast war. Der Autor schildert auf der sprachlichen Grundlage des mit weisem Witz durchzogenen Jiddischen die Situation der heimgekehrten jüdischen Überlebenden in der Nachkriegszeit, die als Vertreter ihr Auskommen an den Haustüren suchten.
Nun hat Michel Bergmann ein bewegendes Buch über seine Mame, seine Mutter Charlotte vorgelegt, die er als ebenso großartig wie nervtötend, liebevoll und aufopfernd wie erdrückend und übergriffig empfunden hat. Er erzählt von ihrer Vertreibung aus Deutschland, dem Verlust fast der gesamten Familie und dem Glück, ihren künftigen Ehemann wiederzufinden. Immer wieder war sie jedoch ganz auf sich allein gestellt. „Mameleben“ gewährt nicht nur Einblick in das individuelle Schicksal einer Überlebenden, sondern auch in die Sichtweise ihres Kindes, des Weiterlebenden.
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