Details
ISBN/EAN: 978-3-03973-069-8
Einband: Englische Broschur
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Auflage:
1. Auflage 2025
1. Auflage 2025
Erschienen am:
10.09.2025
10.09.2025
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
152 S.
152 S.
Format (T/L/B):
1.4 x 19 x 12.2 cm
1.4 x 19 x 12.2 cm
Hersteller:
Rotpunktverlag AG
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info@rotpunktverlag.ch
Hohlstraße 86A
CH 8004 Zürich
https://rotpunktverlag.ch/gpsr
Importeur:
Prolit Verlagsauslieferung GmbH
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gpsr@prolit.de
Siemensstraße 16
DE 35463 Fernwald
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Du lachst ja gar nicht mehr
Wie Rassismus krank macht, Ein autoethnografischer Bericht
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Beschreibung
Rassismus schadet nicht nur der Gesellschaft, sondern auch der Gesundheit der Betroffenen. Er hinterlässt Spuren in Körper und Seele und kann tiefgreifende Auswirkungen auf das Befinden haben. Die Autorin verbindet ihre Forschungsansätze mit ihrer postmigrantischen Perspektive. Sie reflektiert eigene Erfahrungen als säkular geprägte Person in Deutschland mit iranischer Herkunft und untersucht, wie soziale Ausgrenzung die Identitätsbildung und das Wohlergehen beeinflusst. Ob im Kindergarten der Vorwurf zu stören oder im Gymnasium die Unterstellung, ein Buch nicht verstehen zu können, immer ist die Kritik unberechtigt, aber die Angst und ihre Auswirkungen sind diffus und real. Von der Kindheit im sozialen Brennpunkt bis zu den Erfahrungen an der Universität unternimmt Mahssa Behdjatpour eine Reise durch verschiedene Lebensrealitäten. Dabei wird auch die Rolle der Kunst als potenzielles Mittel des Empowerments und der Heilung thematisiert. Diese Verbindung von Biografie, Forschung und künstlerischer Praxis eröffnet eine neue Perspektive für alle, die mehr über die komplexen Zusammenhänge zwischen Rassismus und Gesundheit erfahren möchten - sei es als Betroffene, Interessierte oder Fachleute. Das Buch lädt dazu ein, diese Zusammenhänge zu verstehen und über mögliche Wege der Selbstermächtigung nachzudenken.
Über Mahssa Behdjatpour
Mahssa Behdjatpour wurde 1992 in Hannover geboren, nachdem ihre Eltern aus dem Iran geflohen waren. Sie hat Gesundheitswissenschaften in den Niederlanden und Deutschland studiert. Derzeit promoviert sie im Bereich Public Health und untersucht Empowerment-Ansätze für marginalisierte Menschen. Ihre Forschung konzentriert sich darauf, die gesundheitlichen Auswirkungen von Diskriminierung zu verstehen und innovative Ansätze zur Unterstützung von Betroffenen zu entwickeln. Neben ihrer akademischen Tätigkeit hat sie zwei Kinderbücher geschrieben und illustriert, die sich mit sozialen Themen auseinandersetzen. Mahssa Behdjatpour lebt in Hannover.
Leseprobe
Meine erste Berührung mit Rassismus war im Mutterleib. Meine Mutter, die schwanger war und nun einige Jahre in Deutschland lebte, sah in den Nachrichten immer wieder Berichterstattungen über brennende Flüchtlingsheime und manchmal sogar Menschen, die darum herum standen und jubelten - Heime wie eines, in dem sie selbst noch vor einigen Jahren wohnte. Es hieß, dass Rechtsextreme sich nicht nur gezielt Flüchtlingsheime aussuchten, sondern auch Wohnhäuser auswählten, die sich in der Nachbarschaft befanden, wo größtenteils ausländische Namen auf den Klingelschildern standen. Eine Nachbarschaft wie unsere. Als die Eltern meiner Mutter uns in Deutschland besuchten, beobachtete meine Oma meine Mutter von der Seite und flüsterte: 'Du lachst ja gar nicht mehr. Man hörte dich immer über sieben Häuser weit lachen, so herzlich hast du gelacht.' Ich wunderte mich über diese Worte. Ich hatte meine Mutter noch nie so lachen gehört.