Autorenlesung

Donnerstag, 23. Mai 2019, 20 Uhr

Gunter Hofmann

„Marion Dönhoff“

Autorenlesung

Eintritt: 13 Euro/Schüler 9 Euro

Foto: Beck-Verlag

 

Im Januar 1945 schwingt sich eine junge Frau aufs Pferd und reitet auf der Flucht vor der Roten Armee in sieben Wochen von Ostpreußen in den Westen. Ohne Hitlers Krieg hätte Marion Dönhoff (1909-2002) ihr Leben vermutlich als Gutsherrin auf Schloss Friedrichstein verbracht. So wurde sie „die Gräfin“, - die berühmte Journalistin, die der ZEIT als Chefredakteurin und Herausgeberin ihre Haltung gab. Sie vertrat entschieden die demokratischen, freiheitlichen Grundwerte, in die das Erbe Preußens und das Erbe des Widerstandes einflossen, und gestaltete sie als eine Schlüsselfigur in der Bundesrepublik mit, nicht zuletzt durch ihre große Kunst, zu den Mächtigsten der Welt Freundschaften zu pflegen.

Gunter Hofmann, Jahrgang 1942, studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie und wandte sich nach seiner Promotion dem Journalismus zu. Als Leiter des Bonner Büros, später dann als Chefkorrespondent der ZEIT arbeitete er über dreißig Jahre mit Marion Dönhoff zusammen. Daneben tat sich Gunter Hofmann als Autor von Filmen und Sachbüchern hervor. 2003 erhielt der Titel „Abschiede, Anfänge – Die Bundesrepublik. Eine Anatomie“ den Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung für das beste politische Buch des Jahres. Darüber hinaus hat er Biographien über Richard von Weizsäcker, Willy Brandt und Helmut Schmidt verfasst.

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Eintritt: 13 Euro / Schüler 9 Euro

Literarisches Nachtbuffet

Freitag, 7. Juni 2019, 20.30 Uhr

Literarisches Nachtbuffet:

"Ich packe meinen Koffer…"

Buchvorstellungs- und Stöberabend

inklusive Gebäck

Eintritt: 8 Euro

Foto: Schaumburg

 

Ab Frühling, wenn alles grünt und blüht, werden wir zu Gedankenausflügen im Liegestuhl, zu Tagestouren in die Umgebung und längeren Reisen verlockt. Heide Koller-Duwe stellt Neuerscheinungen und Taschenbücher für das Gepäck vor, - Bücher, die besonders berühren, gut unterhalten oder vom Unterwegssein selbst berichten. Im Anschluss an das einstündige Programm besteht für den auf fünfzig Personen begrenzten Teilnehmerkreis die Möglichkeit, bis Mitternacht ungestört zu stöbern, sich exklusiv beraten zu lassen und Einkäufe zu tätigen. Weine aus der Vinothek und Gebäck - sowohl herzhafter als auch süßer Ausrichtung - sind im Eintrittspreis inkludiert.

 

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Eintritt: 8 Euro

Debütantenfest

Donnerstag, 20. Juni 2019, 20 Uhr

Debütantenfest mit Anselm Oelze

Moderation Annemarie Stoltenberg, NDR

Mit Musik und Verzehr

Eintritt: 20 Euro / Schüler 15 Euro

Foto: Schöffling-Verlag

 

Das Leben des genügsamen Museumswächters Albrecht Bromberg verläuft in immer gleichen Bahnen, bis er eines Nachts auf ein Foto stößt, das den in Vergessenheit geratenen Naturforscher Alfred Russel Wallace zeigt. Bromberg findet heraus, dass Wallace im Frühjahr 1858 einen Brief von den Molukken nach Südengland gesandt hat, der einen Aufsatz über den Ursprung der Arten enthielt. Der Empfänger des Schreibens war Charles Darwin, unter dessen Namen diese Theorie der Evolution knapp ein Jahr später als Buch veröffentlicht wurde. Gebührt der Darwin zuteilgewordene Ruhm eigentlich Wallace? Bromberg fasst einen Plan, der endlich denjenigen ins Licht rücken soll, der bisher im Dunkeln war…

Mit seinem beeindruckenden Debüt ist Anselm Oelze ein kluger, philosophischer Abenteuerroman voller Situationskomik gelungen. „Eine hinreißende Meditation über Erfolg und das dafür notwendige Quäntchen Glück, und über die Fähigkeit, diesem Glück – zur Not – etwas nachzuhelfen“, urteilte Denis Scheck in seiner Sendung Druckfrisch. Das Buch ist im renommierten Frankfurter Verlag Schöffling & Co. erschienen.

Anselm Oelze, geboren 1986 in Erfurt, studierte Philosophie, Politikwissenschaft und Philosophical Theology in Freiburg und Oxford. Nach seiner Promotion an der Humboldt-Universität in Berlin forschte er an der Universität Helsinki. Derzeit lehrt er an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Unser Debütantenfest, mit dem wir gerne die aktuelle Veranstaltungssaison vor den Sommerferien beschließen, wird auch in seiner zwölften Ausgabe von der allseits geschätzten NDR-Kultur-Literaturexpertin Annemarie Stoltenberg mit großem Sachverstand und hintergründigem Humor moderiert.

Die mitreißenden Jazzstandards des Duos Feindt & Köttgen an Klavier und Kontrabass sowie ein passender Imbiss vom Partyservice Ludlage runden den Abend ab.

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Eintritt: 20 Euro / Schüler 15 Euro

Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Donnerstag, 10. Januar 2018, 19.30 Uhr

Susann Pásztor

"Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster"

Autorenlesung

Veranstalter: Hospiz-Gruppe Stade e.V.

Foto: Sven Jungtow

Susann Pásztor, 1957 in Soltau geboren, lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Berlin. Ihr Debütroman „Ein fabelhafter Lügner“ erschien 2010 und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. 2013 folgte der Roman „Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts“ und im Frühjahr 2017 der Roman „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ für den sie den Evangelischen Buchpreis erhielt. Sie hat die Ausbildung zur Sterbebegleiterin abgeschlos-sen und ist seit mehreren Jahren ehrenamtlich tätig.

„Dieser Roman ist keiner, der Angst vorm Sterben macht. Im Gegenteil. Er macht Lust auf das Leben.“ (Christine Westermann über „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster).

Wie begegnet man einer Frau, die höchstens noch ein halbes Jahr zu leben hat? Fred glaubt es zu wissen. Er ist alleinerziehender Vater und hat sich zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter ausbilden lassen, um seinem Leben mehr Sinn zu geben. Bei seinem ersten Einsatz möchte er alles richtig machen. Aber Karla, stark, spröde und eigensinnig, arrangiert sich schon selbst mit ihrem bevorstehenden Tod und möchte nur etwas menschliche Nähe – zu ihren Bedingungen. Als Freds Versuch, sie mit ihrer Ver-gangenheit zu versöhnen, grandios scheitert, darf nur noch sein 13-jähriger Sohn Phil Karla besuchen, um ihre Konzertfotos zu archivieren. Dann trifft Hausmeister Klaffki in einer kritischen Situation die richtige Ent-scheidung – und verhilft Fred zu einer zweiten Chance. Susann Pásztor erzählt in ihrem dritten Roman eine berührende Geschichte über die Schönheit des Lebens und die erstaunliche Entwicklung einer Vater-Sohn-Beziehung.

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10 Euro

Das Literarische Frühstück - ausverkauft!

Sonntag, 3. März 2019, 11 Uhr

Das Literarische Frühstück:

„Verlag Antje Kunstmann GmbH“

Vortrag – Antje Kunstmann

Eintritt: 20 Euro

Die Veranstaltung ist ausverkauft, wir führen eine Warteliste.

Der Verlag Antje Kunstmann wurde 1976 unter dem Namen Weismann Verlag-Frauenbuchverlag mit zwei Programmen unter einem Dach gegründet. Nach dem Ausscheiden von Peter Weismann wurde die Firmierung 1990 geändert und das Programm neu strukturiert. Die Schwerpunkte Literatur und aktuelles Sachbuch erfuhren im Laufe der Jahre eine Ergänzung durch il-lustrierte Bücher, ausgewähltes Kinder- und Hörbuch. Jährlich erscheinen etwa 45 Titel von Autoren, wie Rafael Chirbes, Barbara Gowdy, Kristof Magnusson und Donata Elschenbroich. Mit Axel Hackes poetischen Alltagsgeschichten, illustriert von Michael Sowa, erreichte der Verlag ein Millionenpublikum; Wolf Erlbruchs Bilderbuch „Ente, Tod und Tulpe“ ist Kult.

Das Credo der leidenschaftlichen Verlegerin, die 1949 in Bad Kissingen geboren wurde und nach dem Abitur Pädagogik, Philosophie und Soziologie studierte, bleibt, die Leselust und das Denken zu fördern, die Autoren und ihr Werk zu pflegen und den Publikumsgeschmack zu prägen. „In Zeiten einer ständig wachsenden Informationsflut durch das Internet, immer unübersichtlicher werdender Buchproduktion, immer größerer Verlagskonglomerate, gilt es Gärten anzulegen im Dschungel...“

Im Eintrittspreis sind alle Speisen und Getränke, inklusive der Köstlichkeiten unseres Patisserie-Partners Leysieffer, enthalten.

(Einlass zu dieser Veranstaltung ist um 10.45 Uhr)

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20 Euro

Yvonne Hergane, "Borst vom Forst"

Samstag, 26. Januar 2019, 15.30 Uhr

Yvonne Hergane

„Borst von Forst“ – „Die Fünferbande“

Bilderbuchkino und Reimbastelwerkstadt

Eintritt: 6 Euro

Foto: privat

Noch nie hat der Frischling Borst beim Schnüffeln so etwas Besonderes gefunden: „Er lauscht. Es rauscht. Borst tauscht das Ohr.“ Dann schnuppert er. Diese Schnecke riecht so fremdschön nach Gegenteil zu allem, was er kennt. „Ich will nach Hause, du, duftet sie ihm zu.“ Als er von der Möwe erfährt, dass die Seeschnecke im Meer wohnt, macht er sich auf den Weg…

Die 1968 geborene Autorin Yvonne Hergane verbindet in ihren Geschichten für die Jüngsten außerordentlichen Ideenreichtum und Sprachwitz. Verdient wurde sie 2018 mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet, der für Bücher vergeben wird, in denen Lesespaß an kreative Ansätze zur Leseförderung gekoppelt ist.

Yvonne Hergane wird „Borst vom Forst“ und ihren vergnüglichen Fingerreim für zwei Hände, „Die Fünferbande“, als Bilderbuchkino vorstellen. Anschließend dürfen die Kinder Fingerpuppen basteln, sich Namen dafür ausdenken und damit reimen. Vielleicht bleibt auch noch Zeit, ein Borst-vom-Forst-Lied zu dichten und zu singen.

 

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6 Euro

Alex Capus; "Königskinder"

Donnerstag, 30. August 2018, 20 Uhr

Alex Capus

„Königskinder“

Autorenlesung

Eintritt: 13 Euro/Schüler 9 Euro

Foto: Schaumburg

 

Max und Tina, ein Paar, dessen Liebesgeschichte in einer Basler Eisdiele an einem heißen Sommernachmittag vor sechsundzwanzig Jahren ihren Anfang genommen hatte, bleiben auf einem verschneiten Alpenpass stecken. Das Unglück war vorhersehbar, hatten sie sich doch – arroganten Touristen nicht unähnlich – über die Wettervorhersage und die vorsorgliche Straßensperrung hinweggesetzt. Um die Wartezeit zu verkürzen, erzählt Max die Geschichte des Kuhhirten Jakob, der 1779 in einer Epoche des Aufbruchs und Umbruchs in Europa genau in dieser Region der Schweiz lebte und sich in Marie, die Tochter eines reichen Bauern, verliebte.

Mit großer Fabulierkunst verwebt Alex Capus die beiden Erzählstränge zu einem hinreißenden Spiel zwischen den Jahrhunderten. Der Autor, 1961 in der Normandie geboren und heute im schweizerischen Olten beheimatet, war vor zehn Jahren mit seinem eindrucksvollen Roman „Eine Frage der Zeit“, der auf der Meyer Werft in Papenburg einsetzt, erstmalig zu Gast im Rahmen der Schaumburg-Variationen. Von Beginn an hat sein Ausnahmetalent als freier Erzähler verzaubert. Nun wird er zum sechsten Mal nach Stade kommen.

Wer Alex Capus noch nicht bei einer Lesung erlebt hat, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen.

... und viele interessierte Leserinnen und Leser sind der Aufforderung gefolgt, der Laden war voll und Alex Capus hat alle Zuhörerinnen und Zuhörer verzaubert. Wir freuen uns alle auf ein erneutes Wiedersehen.

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Eintritt: 13 Euro / Schüler 9 Euro

Debütantenfest

Freitag, 14. September 2018, 20 Uhr

Debütantenfest

Natalie Buchholz und Karin Kalisa

Moderation: Annemarie Stoltenberg, NDR

JazzDuo Feindt & Köttgen

Imbiss vom Partyservice Ludlage

Eintritt: 20 € / Schüler 15 €

Foto: Schaumburg

 

Als wir die selbständige Veranstaltungsreihe „Schaumburg-Variationen“ im April 2000 ins Leben riefen, war Nachhaltigkeit zwar ein wesentlicher Eckpfeiler des Konzepts, aber wir hatten uns keine Vorstellung von konkreten Zeitspannen gemacht. Zum Zeitpunkt der Auszeichnung als „Niedersächsische Buchhandlung des Jahres“ im Herbst 2007 waren dann bereits 100 Veranstaltungen zusammengekommen, und nun ist die Zahl 300 erreicht: 300 literarische Begegnungen mit in- und ausländischen Autoren, Illustratoren, Verlegern, Kritikern und Schauspielern, für Kinder wie Erwachsene, mit Beiprogramm, so Live-Musik, Ausstellungen, Workshops, Stadtführungen, Fleetkahnfahrten und viel Verzehr. 300 literarische Begegnungen in allen Stimmungslagen – von lustig, beglückend, sachlich, nachdenklich bis aufwühlend, von Tränen gelacht bis Tränen tiefster Betroffenheit geweint. Was für eine Bereicherung!

Die Jubiläumsvariation begehen wir mit unserem Debütantenfest, das seit der ersten Ausrichtung vor zehn Jahren von der NDR Kultur Literaturexpertin Annemarie Stoltenberg mit großem Sachverstand und hintergründigem Humor moderiert wird.

Die mitreißenden Jazzstandards des Duos Feindt & Köttgen an Klavier und Kontrabass sowie ein passender Imbiss vom Partyservice Ludlage runden den Abend ab.

Natalie Buchholz, die aktuelle Debütantin des Abends, wurde 1977 im Elsass geboren. Nach einem Studium der Kulturwissenschaften in Hildesheim arbeitet sie als Lektorin, zur Zeit bei Klett-Cotta und Tropen. Ihr Roman „Der rote Swimmingpool“ handelt von einer Vorzeigefamilie mit einer schönen, von allen bewunderten Mutter und einem erfolgreichen Vater, die wider Erwarten zerbricht. Der halbwüchsige Sohn Adam rebelliert dagegen, so dass er 120 Stunden Sozialdienst in der Altenpflege ableisten muss, doch hier begegnet ihm das Mädchen, das ihn auf einen eigenen Weg bringt. Natalie Buchholz setzt die Geschichte in leichtfüßigem, warmherzigem Ton aus Bruchstücken spannend zusammen.

Mit Karin Kalisa haben wir eine ehemalige Debütantin eingeladen, um zu erfahren, wie es ihr seit Erscheinen ihres erfolgreichen Romans „Sungs Laden“ ergangen ist. Die Wissenschaftlerin und freie Autorin, Jahrgang 1965, die in den Feldern asiatischer Sprachen, philosophischer Denkfiguren und ethnologischer Beschreibungen forscht, wartet mit der Wintererzählung „Sternstunde“ auf: Die siebenjährige Kim ist fassungslos, weil der Weihnachtsstern nur ein Komet, ein Klumpen aus Gas und Staub, gewesen sein soll. Erst der gleichaltrige Max zeigt ihr, dass sich Wissenschaft und Wunder nicht ausschließen müssen.

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Eintritt: 20 Euro / Schüler 15 Euro

Dagmar von Gersdorff, "Julia Mann"

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 20 Uhr

Dagmar von Gersdorff

„Julia Mann, die Mutter von Heinrich und Thomas Mann. Eine Biographie“

Autorenlesung

Eintritt: 13 Euro/Schüler 9 Euro

Foto: Schaumburg

Text: Schaumburg

„Ich denke, daß zur Beurteilung meines Werkes oder des Werkes meines Bruders Heinrich dieser Einfluß kaum zu unterschätzen ist“, urteilte Thomas Mann über seine Mutter, die 1851 als Julia da Silva-Bruhns im brasilianischen Urwald zur Welt kam und ihre Kindheit auf einer Zuckerrohrplantage bei Rio de Janeiro verbrachte. Nach dem Tod der Mutter wurde sie auf ein Internat in Lübeck, der Heimatstadt ihres Vaters, geschickt. Im Alter von achtzehn heiratete die von exotischem Flair umgebene Schönheit den späteren Senator Johann Thomas Heinrich Mann, in dessen nüchterne Kaufmannsfamilie sie mit ihren Begabungen auf den Gebieten von Musik, Malerei und Literatur ein künstlerisches Element einbrachte. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Nach dem Tod ihres Mannes 1891 musste Julia allein die Erziehung übernehmen, das angespannte Verhältnis der Geschwister untereinander und den Selbstmord der jüngeren Tochter Carla ertragen und mit wachsenden finanziellen Schwierigkeiten zurechtkommen.

Dagmar von Gersdorff legt mit diesem Buch die erste Biographie über Julia Mann vor. Die Literaturwissenschaftlerin, die an der FU Berlin Germanistik und Kunstgeschichte studierte, profilierte sich als Biographin bedeutender literarischer und historischer Persönlichkeiten, u.a. „Goethes Mutter“.

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Eintritt: 13 Euro / Schüler 9 Euro

Michael Köhlmeier, "Bruder und Schwester Lenobel"

Dienstag, 30. Oktober 2018, 20 Uhr

Michael Köhlmeier

„Bruder und Schwester Lenobel“

Autorenlesung

Eintritt: 13 Euro/Schüler 9 Euro

Foto: Peter-Andreas Hassiepen

Text: Schaumburg

Der österreichische Autor Michael Köhlmeier, Jahrgang 1949, der Politik und Germanistik in Marburg sowie Mathematik und Philosophie in Gießen studierte, lebt in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Sein umfangreiches, zahlreiche Gattungen beinhaltendes Werk, darunter die Romane „Abendland“ und „Zwei Herren am Strand“, wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis. Immer wieder nimmt er mahnend Stellung zu politischen Themen, wie mit seiner Rede zum Holocaust-Gedenken. Der begnadete Erzähler, dessen freie Nacherzählungen von Märchen und Mythen Kultstatus erlangt haben, bekannte in einem Interview: „… im Kern einer jeden Geschichte sitzt ein Märchen. Davon bin ich überzeugt.“

So verwundert es nicht, dass jedem der dreizehn Kapitel seines neuen, einen Sog erzeugenden, meisterhaften Romans ein Märchen vorangestellt ist, verfasst von dem Schriftsteller-Freund der Hauptfigur. Der Protagonist selbst, der Wiener Psychoanalytiker Dr. Robert Lenobel, ist verschwunden, so dass seine verzweifelte Frau sich hilfesuchend an seine in Dublin lebende Schwester Jetti wendet. Die jüdische Familiengeschichte der Geschwister liefert das Tableau, um existentielle Themen, wie seelisches Erbe, Beziehungen, Selbstlüge, Tradition und Religion zu behandeln.

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Eintritt: 13 Euro / Schüler 9 Euro