Peter Prange: "Eine Familie in Deutschland"

Donnerstag, 15. November 2018, 20 Uhr

Peter Prange

„Eine Familie in Deutschland“

Autorenlesung

Eintritt: 13 Euro/Schüler 9 Euro

Foto: Schaumburg

Text: Schaumburg

Seit Generationen leben die Isings im Wolfsburger Land. Der Patriarch, Hermann, ist ein Zuckerbaron, dem die Familie über alles geht. Als auf Hitlers Befehl eine Automobilfabrik entstehen soll, um den „Volkswagen“ zu bauen, sind seine Kinder – die Ärztin Charlotte, die mit einem jüdischen Architekten verheiratet ist, und Filmproduzentin Edda ebenso wie Autoingenieur Georg und Parteisoldat Horst – gezwungen, Stellung zu beziehen.

„Seit meiner Jugend habe ich mich immer wieder gefragt, was für ein Mensch wohl aus mir geworden wäre, hätte ich in der Nazi-Zeit gelebt. Hätte ich mitgemacht? Mich gebeugt? Widerstanden? Darum kreist mein neuer Roman: um die Verführbarkeit von Menschen in dunkler Zeit.“

Peter Prange wurde 1955 in Altena geboren, wo auch sein Bestseller „Unsere wunderbaren Jahre“ angesiedelt ist – „der große Roman der D-Mark und der Bundesrepublik“ (MDR Fernsehen). Nach dem Studium der Romanistik, Germanistik und Philosophie mit anschließender Promotion durchlief er berufliche Stationen in Wirtschaft und Wissenschaft, bevor er sich als freier Schriftsteller in Tübingen niederließ. Seine Werke, darunter auch Sach- und Drehbücher, sind international erfolgreich, einige wurden verfilmt, beispielsweise „Das Bernsteinamulett“.

Etwa 1,5 Stunden präsentierte Peter Prange mitreißend und hochkonzentriert sein neues Buch. Er stellte das gesamte Projekt vor, las Auszüge und verband diese mit vielen Geschichten und Anekdoten rund um seine Arbeit, die eigene Familiengeschichte und die deutsche sowie die Weltgeschichte.

Es entstand das eindrucksvolle Panaorama einer dunklen Zeit, welches dem Leser vor Augen führt, wie sehr Menschen in Zwängen und Konstellationen gefangen sein können und wie sehr die daraus resultierende Abhängigkeit Entscheidungen beeinflussen.  

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Eintritt: 13 Euro / Schüler 9 Euro

Das Literarische Frühstück

Sonntag, 25. November 2018, 10.30 Uhr (Einlass: 10.15 Uhr)

Das Literarische Frühstück:

„Neuerscheinungen appetitlich“

mit Prof. Dr. Rainer Moritz, Literaturhaus Hamburg

Eintritt: 22 Euro

Foto: Schaumburg

Die Veranstaltung ist ausverkauft - wir führen eine Warteliste

Erstmalig wird der Leiter des Literaturhauses Hamburg, der Kritiker, Übersetzer und Autor Prof. Dr. Rainer Moritz, bei unserem Literarischen Frühstück auf lesenswerte Novitäten aus den Bereichen Belletristik und Sachbuch hinweisen.

Im Eintrittspreis sind alle Speisen und Getränke, inklusive der Köstlichkeiten unseres Patisserie-Partners Leysieffer, enthalten.

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Eintritt: 22 Euro

Literarisches Nachtbuffet

Freitag, 30. November 2018, 20.30 Uhr

Literarisches Nachtbuffet:

Buchvorstellungs- und Stöberabend

inklusive reichhaltigem Käsebuffet

Eintritt: 8 Euro

Foto : Schaumburg

Die Veranstaltung ist ausverkauft: wir führen eine Warteliste!

Das Literarische Nachtbuffet zum Advent ist empfehlenswerten Neuerscheinungen des Jahres gewidmet, die Heide Koller-Duwe vorstellen wird. Im Anschluss an das einstündige Programm besteht für den auf fünfzig Personen begrenzten Teilnehmerkreis die Möglichkeit, bis Mitternacht ungestört zu stöbern, sich exklusiv beraten zu lassen oder (Weihnachts-) Einkäufe zu tätigen. Ein Käsebuffet und Weine aus der Vinothek sind im Eintrittspreis inkludiert.

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Eintritt: 8 Euro

Johann Hinrich Claussen, "Das Buch der Flucht"

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 20 Uhr

Johann Hinrich Claussen

„Das Buch der Flucht. Die Bibel in 40 Stationen“

Autorenlesung

Eintritt: 13 Euro/Schüler 9 Euro

Foto: Andreas Schoelzel

Text: Schaumburg

Johann Hinrich Claussen, geboren 1964 in Hamburg, studierte Evangelische Theologie in Tübingen, Hamburg und London mit anschließender Promotion und Habilitation. Nach zwanzigjähriger Tätigkeit als Pastor, Probst und Hauptpastor an St. Nikolai in Hamburg bekleidet Johann Hinrich Claussen seit 2016 das Amt des Kulturbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland. Er schreibt regelmäßig Beiträge für Zeitungen, Zeitschriften sowie Radioprogramme und veröffentlicht Bücher.

In prägnanten Nacherzählungen und knappen Erläuterungen der realen historischen Hintergründe zeigt Johann Hinrich Claussen den aktuellen thematischen Schwerpunkt von Heimatverlust, Flucht und Exil in der Bibel auf. Die Geschichten und Gebote entstanden, um traumatische Erfahrungen zu verarbeiten und neuen Halt zu geben – eine Heimat, die niemandem genommen werden kann. „Heimat verlieren, Heimat suchen, Heimat finden – Claussens Buch lässt auf der Höhe der Wissenschaft aufleuchten, wie tief die Schriften der Bibel die existentielle Dimension des Lebens berühren“, so Professor Dr. Jörg Lauster.

Ergänzt wird der Text durch fünfundvierzig Fotografien aus den Jahren 1860 bis 1950, teilweise von namhaften Fotografen, in denen eindrucksvoll unterschiedlichste Flüchtlingssituationen festgehalten sind.

 

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Das Buch der Flucht
Johann Hinrich Claussen
Das Buch der Flucht
Die Bibel in 40 Stationen
EAN: 978-3-406-72690-3
Die Bibel erzählt von Menschen, die vertrieben und verschleppt werden, fliehen müssen, in der Fremde leben und Heimat suchen - von der Vertreibung aus dem Paradies über den Auszug aus Ägypten und das Babylonische Exil bis zu Jesus und seinen Aposteln, die heimatlos durch die Welt ziehen. Johann Hinrich Claussen lässt uns in seinen prägnanten Nacherzählungen und Erläuterungen die Bibel als das Buch der Flucht neu entdecken. Eine bewegende Lektüre für alle Sesshaften, Suchenden und Heimatlosen. Ein roter Faden durchzieht die Bibel, der bisher kaum wahrgenommen wurde: Der Untergang der Heimat, Flucht, Exil und die Sehnsucht nach Rückkehr in ein gelobtes Land prägen Geschichten, prophetische Reden und Lieder. Johann Hinrich Claussen lässt diese Texte in einer dramaturgisch meisterhaften Auswahl und Anordnung kongenial zu uns sprechen, immer mit dem Blick für das Wesentliche und ohne etwas hinzuzudichten. In knappen Erläuterungen zeigt er, welche realen historischen Erfahrungen von Zerstörung, Flucht und Exil den Texten zugrunde liegen. So erweist sich die Bibel als ein Produkt traumatischer Erfahrungen. Ihre Geschichten, Lieder, Gebote und Theologien wurden Verfolgten und Vertriebenen zur neuen, unverlierbaren Heimat - und sind es für viele Menschen bis heute. 45 Fotografien aus den Jahren 1860-1950, teils einzigartige historische Dokumente von namhaften Fotografen, zeigen auf berührende Weise, wie Menschen überall auf der Welt durch Krieg, Verfolgung und Not heimatlos werden.

Lieferbar innerhalb 24 Stunden

12,95 €
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Eintritt: 13 Euro / Schüler 9 Euro

Autorenlesung

Freitag, 22. Februar 2019, 20 Uhr

Mechtild Borrmann

„Grenzgänger“

Autorenlesung

Eintritt: 13 Euro/Schüler 9 Euro

Foto: Schaumburg

Am Freitagabend war in der Buchhandlung Friedrich Schaumburg die mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnete Autorin Mechtild Borrmann zu Gast. 90 Zuhörer folgten gebannt ihrer intensiven Lesung aus dem neuen Spannungsroman „Grenzgänger“, dessen Handlung seinen Ausgangspunkt in der Nachkriegszeit mit dem Kaffeeschmuggel an der deutsch-belgischen Grenze nimmt, bei dem mehr als 30 Menschen ihren Tod fanden. Mehrfach aufgegriffene Kinder kamen in kirchliche Heime, wo sie traumatisierende Erziehungsmethoden erwarteten. Die Autorin gab bereitwillig Auskunft über ihre Recherchen und Gespräche mit Zeitzeugen in der Eifel sowie den zweijährigen Entstehungsprozess des Textes, so dass das Publikum einen guten Einblick in ihre weit über das Spannungselement hinausgehende Interpretation des Krimi-Genres erhielt.

Mechtild Borrmann, die Autorin des mit der Nachkriegszeit in Hamburg verwobenen Bestsellers „Trümmerkind“, wurde 1960 in Köln geboren und wuchs in Kleve am Niederrhein auf. Nach beruflichen Stationen als Erzieherin, Gestalttherapeutin, Tanz- und Theaterpädagogin sowie Gastronomin veröffentlichte sie 2006 ihren ersten Kriminal-roman. Für „Wer das Schweigen bricht“ er-hielt sie 2012 den Deutschen Krimi Preis.

In ihrem neuen Spannungsroman erzählt Mechtild Borrmann von der 37jährigen Henriette Bernhard, die 1970 der Tötung zweier Menschen angeklagt ist. Der Fall steht in Zusammenhang mit der Geschichte von Hennis Familie, die in der Nachkriegszeit in bescheidenen Verhältnissen in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze lebte. Nach dem überraschenden Tod der Mutter versuchte die damals 17jährige, durch Kaffeeschmuggel einen Beitrag zum Unterhalt zu leisten. Als sie bei einer dieser Touren ihre jüngeren Geschwister mitnahm, wurde ihre Schwester von einem Zöllner erschossen. Da Hennis Vater sie daraufhin in eine Besserungsanstalt steckte, erfährt sie erst Jahre später, dass ihre Brüder in ein kirchliches Heim kamen, wo einer von ihnen starb. Mutig und mit einem unerschütterlichen Glauben an Gerechtigkeit nimmt die Grenzen überschreitende Frau den Kampf um Wahrheit und Würde für ihre Familie auf.

 

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Grenzgänger
Mechtild Borrmann
Grenzgänger
Roman - Die Geschichte einer verlorenen Kindheit
EAN: 978-3-426-28179-6
Wenn Recht nicht Gerechtigkeit ist: Spiegel-Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann mit ihrem Meisterwerk "Grenzgänger" rund um ein düsteres Kapitel deutscher Nachkriegs-Geschichte: Heimkinder in den 50er und 60er Jahren.Die vielfach ausgezeichnete Autorin Borrmann, die mit ihren Zeitgeschichte-Romanen "Grenzgänger" und "Trümmerkind" monatelang auf der Spiegel-Bestseller-Liste stand, erzählt mit der ihr eigenen soghaft-präzisen Sprache die Geschichte einer lebenshungrigen Frau - ein ehemaliges Heimkind -, die an Gerechtigkeit glaubt und daran verzweifelt. Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier in den 50er und 60er Jahren verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen. Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen als Heimkinder in ein kirchlich geführtes Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit.Spannung und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann wie keine andere deutsche Autorin. "Grenzgänger" ist ein packender wie aufwühlender Roman, eingebettet in ein düsteres Stück Zeitgeschichte - die 50er und 60er Jahre in Deutschland."Als beeindruckende Chronistin durchdringt Mechtild Borrmann vielstimmig die Schattenwelten der deutschen Zeitgeschichte. 'Grenzgänger' handelt von der Suche nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit in einer Zeit der kleinen und großen Lügen - ein starker Roman!" Hamburger Morgenpost

Nicht lieferbar

20,00 €
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Eintritt: 13 Euro / Schüler 9 Euro

Die löwenstarke Leseshow

Samstag, 21. April 2018, 15.30 Uhr

Martin Baltscheit

„Die löwenstarke Leseshow“

Interaktive Autorenlesung für Zuhörer ab 6 Jahren

Eintritt: 6 Euro

Foto: Schaumburg

Es ist wieder so weit: Zum zweiten Mal macht der vor Kreativität und Schaffensdrang nur so sprudelnde sympathische Schauspieler, Autor und Illustrator Martin Baltscheit, Jahrgang 1965, mit seiner löwenstarken Lese-Show Station in unserer Buchhandlung! Das Multitalent erweckt seine tragikomischen tierischen Figuren zu prallem Leben, wenn er unter Einbeziehung des Publikums erzählt, liest, brüllt und zeichnet. Und so turbulent es auch zugeht, spielen doch die großen Gefühle des Lebens die heimliche Hauptrolle.

In der neuesten Geschichte, einem „knallharten Krimi“, ist der Löwe völlig entzückt von einer grünen Raupe, die er „süße, kleine Zuckerpuppe“ nennt. Er spielt mit ihr und bringt sie liebevoll ins Blätterbett, doch am nächsten Morgen ist die Raupe – tot! In seinem Schmerz hat der Löwe nur einen einzigen Gedanken: „Ich will wissen, wer das gewesen ist, damit ich ihm den Hals umdrehen kann!“

Es war wieder ein ganz wunderbarer Nachmittag; wir haben viel gelacht und viele aufmerksame Kinder haben toll mitgemacht! Euch allen vielen Dank!

 

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6 Euro

"Herr Kato spielt Familie"

Mittwoch, 13. Juni 2018, 20 Uhr

Milena Michiko Flasar

„Herr Kato spielt Familie“

Autorenlesung

Eintritt: 13 Euro/Schüler 9 Euro

Foto: Schaumburg

Milena Michiko Flasar ist 1980 in St. Pölten als Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters geboren. Nach einem Studium der Germanistik und Romanistik in Wien und Berlin debütierte sie 2008 im österreichischen Residenz Verlag. Ihr Roman „Ich nannte ihn Krawatte“, der 2012 im Verlag Klaus Wagenbach erschien, wurde über 100 000 Mal verkauft, für Hörspiel, Bühne und Tanztheater adaptiert und vielfach ausgezeichnet. Es handelt sich um ein literarisches Kleinod: In klug ausbalancierter poetischer Sprache beschreibt die Autorin die folgenreiche Begegnung zweier Außenseiter der japanischen Gesellschaft.

Auch ihr neuer Roman ist in Japan angesiedelt, das Milena Michiko Flasar regelmäßig bereist und als „zweite Heimat“ bezeichnet. Im Mittelpunkt steht ein Mann, dessen Leben im Ruhestand sinnlos zu sein scheint, weil er keinen Platz im Alltag seiner Familie hat. Unsicher greift er den Vorschlag einer Zufallsbekanntschaft auf, sich von ihrer Agentur „Happy Family“ in unterschiedlichen Rollen, so als Großvater oder Exmann, vermitteln zu lassen. „Was ist schon wahr, fragt er sich, und was nicht? Kein Zaun trennt das eine vom anderen. Und wenn doch, dann gibt es Schlupflöcher, so groß, dass man problemlos durch sie hindurchsteigt…“

Warmherzig und weise zeigt Milena Michiko Flasar die Einzigartigkeit eines ganz gewöhnlichen Lebens.

Es war eine wunderbare Lesung. Die Autorin versteht nicht nur schriftlich hervorragend mit der Sprache umzugehen, sie liest auch ausgesprochen eindrucksvoll. Die Zuhörerinnen und Zuhörer waren sehr angetan.

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13 Euro / Schüler 9 Euro

"Ein Leben nach Maß"

Donnerstag, 12. April 2018, 20 Uhr

Hans Maarten van den Brink

„Ein Leben nach Maß“

Autorenlesung

Eintritt: 13 Euro/Schüler 9 Euro

Foto: Schaumburg

 

„Es hätte ein Fiebertraum sein können, aber es war Realität. Der Meter war zu kurz, das Kilo schwand.“

Karl Dijk, dem Präzision und Pflichterfüllung oberstes Gebot waren, justierte als Eichbeamter Gaszähler, Fieberthermometer und die Waagen der Einzelhändler. Er wachte über Maße und Gewichte, bis elektronische Geräte Einzug hielten. Mit der Privatisierung der Reichsbehörde gerieten die absoluten Maßstäbe ins Wanken, wogegen sich der prinzipientreue, korrekte Karl natürlich verwehren musste. Nun wird der verdiente Eichbeamte vorzeitig in den Ruhestand versetzt, bleibt aber ausgerechnet seiner eigenen Abschiedsfeier fern.

Der niederländische Schriftsteller Hans Maarten van den Brink, der mit seiner Novelle „Über das Wasser“ in Deutschland bekannt wurde, geht in glasklarer meisterhafter Sprache dem Zeiten- und Wertewandel nach: Was gewinnen und was verlieren wir? Und wie gehen wir damit um?

Hans Maarten van den Brink, der 1956 in Oegstgeest geboren wurde, lebt als freier Autor und Journalist in Amsterdam. Er widmet sich in seinen Veröffentlichungen einem breiten Spektrum kulturwissenschaftlicher Themen.

„Dieser Schriftsteller fängt mit seinem inneren Auge die Welt ein wie mit einer Kameralinse.“ (The Times Literary Supplement)

Eine schöne Veranstaltung, ein kluges Buch, ein überzeugender Autor - toll!!

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13 Euro / Schüler 9 Euro

"Romeo und Julia"

Samstag, 27. Januar 2018, 15.30 Uhr

Barbara Kindermann

„Romeo und Julia“ nach W. Shakespeare

Illustrierte Autorenlesung für Zuhörer ab 8 Jahren

Eintritt: 6 Euro

Foto: Schaumburg

 

„Romeo und Julia“ – wer kennt nicht wenigstens ansatzweise diese berühmte Liebesgeschichte der Weltliteratur? Auch Kinder im Grundschulalter haben schon davon gehört, wie immer wieder Gespräche mit Schülern zeigen, die uns zum „Welttag des Buches“ - zugleich William Shakespeares Todestag – in unserer Buchhandlung besuchen.

Barbara Kindermann, geboren 1955 in Zürich, studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie in Genf, Dublin und Florenz, um anschließend als Lektorin zu arbeiten. Inspiriert durch ihre damals sechsjährige Tochter, Kindern den Zugang zum Kanon der Weltliteratur zu ermöglichen, gründete sie 1994 ihren eigenen Verlag in Berlin. In der einzigartigen Reihe „Weltliteratur für Kinder“ werden Klassiker nah am Original leicht verständlich nacherzählt, ergänzt durch Illustrationen namhafter Künstler, wie Klaus Ensikat, Reinhard Michl oder Sabine Wilharm.

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Nach einer kurzen Einführung in das Programm des Kindermann Verlages präsentierte Barbara Kindermann ihre Version des Shakespeare-Dramas. Alt und Jung lauschten gespannt der Geschichte und freuten sich an den gezeigten Bildern, die Christa Unzner für die Buchausgabe gezeichnet hat.

medium_kindermann_270118_10.jpg Barbara Kindermann signiert in der Buchhandlung Schaumburg.

Weitere Informationen zum Kindermann Verlag hier.

 

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Eintritt: 6 Euro

"Unter der Drachenwand"

Dienstag, 30.1.2018, 20 Uhr

Arno Geiger 

„Unter der Drachenwand“

Autorenlesung

Eintritt: 13 Euro/Schüler 9 Euro

Foto: D.P. Gruffot

 

Nach einer Verwundung in Russland verbringt Veit Kolbe 1944 einige Monate am Mondsee, unter der Drachenwand. Der Krieg ist verloren, doch wie lange wird der Frieden noch auf sich warten lassen? Die Hoffnung, dass irgendwann das Leben wieder beginnt, teilt Veit mit zwei jungen Frauen, - Margot, Mutter eines Babys, und Margarete, in die er sich verliebt, die aber von ihm nichts wissen will.

Am Beispiel des Mikrokosmos in einem österreichischen Dorf erzählt Arno Geiger feinfühlig über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über die Toten, die Überlebenden und die Liebe in finsterer Zeit.

Arno Geiger, 1968 in Bregenz geboren, studierte Deutsche Philologie, Alte Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft. Er lebt seit 1993 als freier Schriftsteller in Wolfurt und Wien, arbeitete aber bis 2002 parallel als Ton- und Videotechniker bei den Bregenzer Festspielen. Besondere Aufmerksamkeit wurde ihm für das Buch über seinen von der Alzheimerkrankheit gezeichneten Vater „Der alte König in seinem Exil“ zuteil. Der u.a. mit dem Deutschen Buchpreis, dem Hebel- und Hölderlin-Preis, dem Literaturpreis der Adenauer-Stiftung sowie dem Alemannischen Literaturpreis ausgezeichnete Autor ist zum dritten Mal im Rahmen der Schaumburg-Variationen zu Gast.

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Eintritt: 13 Euro / Schüler 9 Euro